Mitgliederversammlung 2015


Erste Mitgliederversammlung unter dem neuen Namen „Maschinenring Rems-Murr-Neckar-Enz e.V.“
Ministerialdirektor Wolfgang Reimer spricht über „Die Zukunft der Landwirtschaft in Baden-Württemberg“

Die erste Mitgliederversammlung unter dem neuen Namen „Maschinenring Rems-Murr-Neckar-Enz e.V.“ fand am 11. März 2015 in der Halle auf der Schray in Erdmannhausen statt.
Der erste Vorsitzende Martin Kugler konnte zahlreiche Mitglieder und Gäste begrüßen.

Die Solidarität zwischen den Bauern ist in Zeiten des Preisverfalls wichtiger denn je, betonte Martin Kugler. Der Maschinenringorganisation kommt gerade in schwierigen Zeiten eine wichtige Funktion zu.

Geschäftsführer Friedrich Müller konnte wieder von einer positiven Mitgliederentwicklung berichten. Der Maschinenring Rems-Murr-Neckar Enz e.V. zählt aktuell 1671 Mitglieder. Die steigende Mitgliederzahl, trotz Strukturwandel in der Landwirtschaft, deutet Friedrich Müller als Zeichen dafür, dass der Maschinenring mit seinem Dienstleistungsangebot gut aufgestellt ist.
Die klassische Maschinenringarbeit (überbetriebliche Maschinenvermittlung / Maschinenstationen) konnte weiter ausgebaut werden. So wird seit der letzten Kampagne die Einsatzplanung der Rodegemeinschaft Mittlerer Neckar GbR vom Maschinenring organisiert.

Der milde Winter war für die Umsatzrückgängen in den Bereichen Winterdienst / Kommunalarbeiten und Holzhackschnitzel verantwortlich. Die Zusammenarbeit mit dem neu gegründeten Landschaftserhaltungsverband Rems-Murr konnte weiter ausgebaut werden.
Im Bereich der Betriebs- und Haushaltshilfe sind aktuell 31 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 6 nebenberufliche Helfer beschäftigt. Damit alle Einsätze bedient werden können, werden ständig Einsatzkräfte gesucht. Für zwanzigjährigen Einsatz als Betriebshelferin wurde Frau Caroline Dannenhauer aus Welzheim geehrt.

Die Vermittlung von osteuropäischen Saisonarbeitskräften für Mitgliedsbetriebe war im Jahr 2014 weiter steigend.  Ab 2015 gilt in Deutschland der Mindestlohn. Dieser macht auch vor der Landwirtschaft nicht Halt. Mit Sicherheit bringt es einen zusätzlichen bürokratischen Aufwand mit sich.
Die Sammelaktionen und der gemeinsame Einkauf von Betriebsmitteln wurden von den Mitgliedern gut angenommen. Der Gesamtverrechnungswert des Maschinenrings lag im Jahr 2014 bei ca. 7,5 Millionen €.

Über das Jahr wurden die Mitglieder über Rundschreiben informiert. Ferner organisierte der Maschinenring Informationsveranstaltungen und Maschinenvorführungen wie zum Beispiel über die Gülleseparierung und über den Soja-Anbau.
Ministerialdirektor Wolfgang Reimer vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz referierte über „Die Zukunft der Landwirtschaft in Baden-Württemberg“. Er stellt klar, dass der Trend zur Liberalisierung sich weiter fortsetzt. Statt Subventionen soll der Markt bestimmen, was und wie angebaut wird oder Tiere gehalten werden. Für Reimer ist klar, dass die Bauern in Baden-Württemberg nur mit Premiumprodukten sich eine Nische erobern können, um gegen die Großbetriebe aus Nord- und Ostdeutschland zu bestehen. In der anschließenden lebhaften Diskussion stellte sich Reimer den kritischen Fragen der Landwirte.

                                                                                                                      Friedrich Müller