Mitgliederversammlung 2012

Aktiver Dienstleister für die Landwirtschaft
Am 07. März 2012 fand die 43. Mitgliederversammlung des Maschinenring Rems-Murr e.V. in der Gemeindehalle in Burgstetten - Burgstall statt.
Der 1. Vorsitzende Gerhard Bollinger konnte in der gut besuchten Veranstaltung neben den Mitgliedern auch
zahlreiche Gäste aus Politik und anderen landwirtschaftlichen Organisationen begrüßen.
In seinem Tätigkeitsprotokoll berichtete er von 3 Vorstandssitzungen und 2 Vorstands- und Beiratssitzungen, die im Jahr 2011 stattfanden.
Weiter sprach er die Ausbringung von Gärsubstraten aus der Bioabfallvergärungsanlage des Rems-Murr-Kreises in Backnang - Neuschöntal auf landwirtschaftlichen Flächen an. Hier muss gewährleistet sein, dass nur einwandfreies Material, das homogenisiert ist, ausgebracht wird.

Geschäftsführer Friedrich Müller ging zu Beginn seines Berichtes auf die vielfältigen Aufgaben der Landwirtschaft in unserer Gesellschaft ein. Die Erzeugung von qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln steht für ihn immer noch an erster Stelle.
Weitere Aufgaben sind die Erzeugung von nachwachsenden Rohstoffen für die energetische und stoffliche Nutzung, Schutz der Natur und des Bodens, Gestaltung und Erhaltung der Kulturlandschaft und die Mitgestaltung des sozialen Lebens im Ländlichen Raum.
Die Mitgliederentwicklung hat sich auch im Jahr 2011 weiter positiv gestaltet. Zum 31. Dezember 2011 hatte der Maschinenring Rems-Murr e.V. 1.617 Mitglieder.

Die Betriebs- und Haushaltshilfe war wieder ein wichtiges Tätigkeitsfeld im Dienstleistungsangebot des Maschinenrings. 29 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Betriebshelferinnen und Betriebshelfer bzw. 14 nebenberufliche Helfer/-innen waren bei 412 Betrieben und Haushalten im Einsatz und konnten in Notlagen unterstützen.

Die überbetriebliche Maschinenvermittlung und die Mietstationen sind nach Auffassung des Geschäftsführers eine Möglichkeit für landwirtschaftliche Betriebe an Kosten zu sparen. Diese Dienstleistung konnte weiter ausgebaut werden.

Die Umsätze im Bereich der Kommunalarbeiten / Landschaftspflege / Winterdienst gingen im Vergleich zum Kalenderjahr 2010 zurück. Dies ist in der Hauptsache auf den relativ schwachen Winter zurückzuführen.

Die Vermittlung und die Abrechnung von osteuropäischen Erntehelfern wurden auch im Jahr 2011, trotz der Arbeitnehmerfreizügigkeit für polnische Arbeitskräfte, von den Mitgliedsbetrieben gut angenommen.

Im Bereich der Sammelbestellungen – gemeinsamer Einkauf von Betriebsmitteln und Bedarfsgütern - konnte Geschäftsführer Friedrich Müller ebenfalls eine positive Weiterentwicklung vorweisen. Neben diesen günstigen
Beschaffungsmöglichkeiten organisierte der Maschinenring auch wieder eine Sammlung für Agrarfolien und Landwirtschaftliche Verpackungen.

Die Belieferung von Heizanlagen mit Holzhackschnitzeln wurde auch im Jahr 2011 weiter ausgebaut. Die Holzpreise haben sich zurzeit auf einem hohen Preisniveau stabilisiert. Dies wirkt sich auch auf die Beschaffung von Energieholz aus. Wichtig ist, so Müller, dass die Wertschöpfung in der Land- und Forstwirtschaft bleibt.

Photovoltaik war auch im abgelaufenen Jahr für die Mitgliedsbetriebe interessant. Mehr als 1.500 kW/Peak wurden über den Maschinenring Rems-Murr e. V. organisiert bzw. installiert. Unsicherheiten werden in diesem Bereich besonders durch kurzfristige politische Entscheidungen hervorgerufen.

Die Mitglieder wurden mit dem MR - Rundschreiben regelmäßig über die aktuellen Themen und Termine der Maschinenringarbeit informiert. Zusätzlich fand eine Lehrfahrt zur Fendt – AGCO GmbH nach Marktoberdorf statt.

Am Schluss seines Tätigkeitsberichtes ging der Geschäftsführer nochmals auf die neuen Tätigkeitsfelder des Maschinenrings ein. Seit der Zuckerrübenkampagne 2011 werden die Organisation der Fahrer und die dazugehörenden Abrechnungen der LMZ Ludwigsburg eG vom Maschinenring ausgeführt.
In diesem Bereich sind 140 Landwirte mit 14 LKW`s und zwei Zuckerrübenverlademäusen im Einsatz.
Ein weiterer neuer Bereich sind die Organisation und Ausbringung von Gärsubstraten aus der Bioabfallvergärungsanlage in Backnang - Neuschöntal.
Hier wies Friedrich Müller darauf hin, dass dieser Dünger nur im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und nach guter fachlicher Praxis ausgebracht werden darf. Der Maschinenring ist hier gefordert, dass alle Vorgaben eingehalten werden.

Ab dem Antragsjahr 2012 soll in einigen Dienstbezirken der Gemeinsame Antrag nur noch elektronisch gestellt werden, also nicht mehr in Papierform. Der Maschinenring Rems-Murr e. V. bietet hier seinen Mitgliedsbetrieben ab sofort Hilfestellungen und Unterstützungen an.

Bei seinem Kassenbericht konnte Thomas Herrmann von einem noch vorläufigen positiven Jahresergebnis berichten. Die Kassenprüfung erfolgte ohne Beanstandungen, und so wurden Geschäftsführung und Vorstandschaft anschließend von den anwesenden Mitgliedern einstimmig entlastet.

Markus Pflugfelder von der Universität Hohenheim - Versuchsstation Ihinger Hof stellte in seinem Vortrag „Das StripTill – Verfahren – Bodenbearbeitung für Reihenkulturen“ Ergebnisse bzw. Erfahrungen aus der Forschung und der Praxis vor.

Für ihren langjährigen Einsatz im Betriebshilfsdienst wurden folgende Helferinnen geehrt: Damaris Schlenk ( für 20 Jahre ); Maria Hieber und Adelheid Philipp ( jeweils für 10 Jahre ).
Bereits seit über 10 Jahren trägt Friedrich Müller als Geschäftsführer für den Maschinenring Rems-Murr e.V. und die Servicegesellschaft des Maschinenring Rems-Murr mbH Verantwortung.
Ihm wurden von der Vorstandschaft ein Geschenk und eine Urkunde überreicht.

Friedrich Müller